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Das Logo von lebendigesteinzeit.de ist unverkennbar ein Wollnashorn.
Seit dem Elster-Glazial (Kaltzeit vor ca. 500 000 Jahren)
ist es in Mitteleuropa nachgewiesen. Während der Wechsel
zwischen Warm- und Kaltzeiten "wanderten" Wollnashörner
aus ihren Ursprungsgebieten im östlichen Mitteleuropa
und Sibirien immer wieder nach Mitteleuropa ein. Ihre größte
Verbreitung erreichten sie im Weichsel-Glazial (Beginn vor
ca. 117 000 Jahren) in den westlichen Kältesteppen-
und Tundren bis England und den Pyrenäen in Frankreich.
Gegen Ende der Eiszeit wird das Wollnashorn seltener, es findet
sich kaum in Ablagerungen, taucht aber in der Höhlenkunst
des Magdalénien (vor ca. 16 000 - 12 000 Jahren) in
der Dordogne / Südfrankreich auf. Vermutlich ist die
Klimaerwärmung der Hauptgrund für das Aussterben
des Wollnashorns gegen Ende der letzten Eiszeit.

Wollnashörner ernährten sich von Pflanzen, überwiegend
von Gräsern. Von den Proportionen (Schulterhöhe
bis zu 2 m) dürften sie Ähnlichkeiten mit dem heute
in Afrika lebenden Breitmaulnashorn gehabt haben, nur
eben mit dichtem Fell. Schließt man aus dem Verhalten
heutiger Nashornarten auf das der Wollnashörner, so könnten
auch sie einzeln oder in kleinen Familien umhergezogen sein.
Vielleicht waren auch sie ähnlich rezenten Nashörnern
kurzsichtig, verfügten aber über einen ausgeprägten
Geruchssinn. Jenes könnte der Grund für ein schreckhaftes,
gleichzeitig aber auch aggressives Verhalten gewesen sein.
Der nächste noch lebende Verwandte ist das heute bedrohte
Sumatra-Nashorn.
Ausgestorbene
Nashörner:
Woll- oder Fellnashorn (Coelodonta antiquitatis)
Waldnashorn (Stephanorhinus kirchbergensis)
Steppennashorn (Stephanorhinus hemitoechus)
Rezente
Nashörner:
Afrika:
Breitmaul-
oder Weißes Nashorn (Ceratotherium simum)
Spitzmaul- oder Schwarzes Nashorn (Diceros bicornis)
Asien:
Indisches Panzernashorn (Rhinoceros unicornis)
Java-Nashorn (Rhinoceros sondaicus)
Sumatra-Nashorn (Dicerorhinus sumatrensis)
Quellen:
Koenigswald, W. v.: Lebendige Eiszeit. Klima und Tierwelt
im Wandel. Darmstadt, 2002.
Internet: http://www.lonetal.net/urtiere_wollnashorn.html
(12.08.2004)
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